CeBIT 2014

von Graham Tappenden

Nachdem ich im letzten Jahr von meinem Besuch auf der CeBIT in Hannover so begeistert war, habe ich mich in diesem Jahr früh entschlossen wieder hinzufahren. Die Entscheidung war wieder richtig und wie im letzten Jahr habe ich einige interessante Produkte und Lösungen sehen können.

Nach der Ankunft am Messegelände bin ich relativ schnell in die Hallen 14 und 15 gegangen. Dort ist nämlich ein Bereich, zu dem nur Händler und Pressevertreter Zutritt haben. Hier konnte ich interessante Gespräche führen und mich mit Kontakten treffen, mit denen ich sonst nur am Telefon spreche.

Aber nun zu den Produkten.

Als erstes habe ich eine neue Fritz!Box Modell von AVM gesehen, die unter anderem in Oberursel und Bad Homburg interessant sein dürfte, denn sie hat sowohl einen richtigen WAN-Port mit Gigabit-Geschwindigkeit als auch wahlweise einen SPF-Port. So kann man bei den neuen Glasfaser-Anschlüssen auf Lösungen über den LAN1-Port verzichten. Allerdings ist das Modell 4080 noch nicht auf dem Markt.

Ebenfalls bei AVM gab es ein „Powerline“ Produkt ebenfalls mit Gigabit Geschwindigkeit. Wenn ich denke, dass die ersten Produkte dieser Art von Devolo nur Geschwindigkeiten bis 14MBit/s unterstützten ist die Technik weit gekommen.

Und nicht zuletzt konnte ich das Fritz!Fon der neuesten Generation anschauen und auch in die Hand nehmen. Hier ist AVM inzwischen eine echte Konkurrenz zu meinem bisherigen Favorit dem Gigaset geworden.

Auch der Stand von Brother hatte viele Produkte zum Anschauen. Wenige davon waren wirklich zur Messe neu, aber die Chance eine große Auswahl anzuschauen anstatt nur ein oder zwei Vorführgeräte war gut. Besonders die kompakten Scanner werden im papierlosen Büro immer wichtiger und hier allein hat Brother 7 verschiedene Modelle im Angebot, je nach Anschluß und Funktionsumfang.

Im Bereich Drucker war es auch interessant ein Modell zu sehen mit vielen Fächern, ich glaube es waren fünf.  Sicherlich  ist er nicht für jedes Büro geeignet, wohl aber dort wo man verschiedene Briefbogen hat und diese nicht immer wechseln möchte. Schade nur, dass sie den Praxis-Drucker mit abschließbaren Fächern für Ärtze nicht gezeigt haben.

Als „Coming soon“ habe ich ein Bluetooth Mini-Lautsprecher nur als Bild gesehen. Es handelt sich um einen Lautsprecherwürfel mit ca. 40x40x52mm der mit Bluetooth an einem Handy oder Tablet angeschlossen werden kann, um Musik wiedergeben zu können. Der Clou: er kann auch als Freisprecheinrichtung für das Handy benutzt werden und hat ein eigenes Akku. Außerdem können zwei Geräte gleichzeitig unterstützt werden.

Von TP-Link gab es neue Produkte im Bereich Repeater – auch „Wireless Range Extender“ genannt. Diesen Hersteller habe ich erst seit kurzem im Programm und habe jetzt einige Erfahrung mit deren Produkten machen können. Dennoch bin ich seit langem skeptisch mit solchen Repeatern und bevorzuge eigentlich mehrere Access Points einzusetzen, ggf. über PowerLine Geräte verbunden. Aber vielleicht sollte ich dem TP-Link Repeater eine Chance geben.

Bei der Telekom habe ich mich ein wenig über die neue „WLAN To Go“ Lösung informiert, eine Kooperation mit der Firma „Fon“. Das Prinzip ist an sich einfach: Sie teilen Ihr WLAN mit Fremden und dürfen dafür an allen HotSpots der Telekom in Deutschland und Fon HotSpots weltweit ohne zusätzliche Kosten ins Internet gehen. Voraussetzung ist ein IP-Anschluß der Telekom sowie der Speedport W724V. Die Telekom verspricht, dass die eigene Bandbreite nicht darunterleiden soll, denn der eigene Datenverkehr soll gegenüber den HotSpot Nutzern Priorität haben. Die WLAN-Signale sind auch getrennt, um einen Zugang ins private Netz zu verhindern. Und ganz besonders wichtig, nur authentifizierte Nutzer haben Zugang zum HotSpot und somit – so die Telekom – soll kein Haftungsrisiko entstehen. Ich bin gespannt, wie viele solche HotSpots demnächst bei uns in der Stadt entstehen.

Enttäuscht war ich vom Bereich des Partnerlands Great Britain. In der Halle 6 waren viele kleine Stände von der Insel vertreten, aber wenig davon zeigten Interesse an den vorbeilaufenden Mengen. Wer etwas wollte, musste jemanden ansprechen. Ich konnte sogar manche Stände betreten und Informationsmaterial nehmen, ohne, dass es die Standmitarbeiter interessierten, die sich lieber miteinander unterhielten oder mit ihren Laptops beschäftigt waren. Außerdem kann es doch nicht so schwierig sein, die Plakate für den Stand auf Deutsch übersetzen zu lassen!

CeBIT 2014 - Partnerland Great Britain

CeBIT 2014

Für mich als Supporter und Dienstleister habe ich zwei interessante Lösungen gesehen.

Als Fernwartungssoftware nutze ich bereits TeamViewer. Nun könnte ich dies erweitern um die „Gesundheit“ des PCs und Server zu überprüfen. Zum Beispiel: laufen alle Dienste richtig? Sind alle Updates installiert? Ich werde mir die Lösung genauer anschauen und demnächst vielleicht für eine kleine monatliche Gebühr anbieten.

Die zweite Lösung ist wieder eine Zusammenarbeit mit der Telekom und bietet mir die Möglichkeit an, vor Ort Zahlungen per ec-Karte oder sogar Kreditkarte mit einem Smartphone App anzunehmen. Auch hier werde ich mir die Lösung genauer anschauen und ausprobieren, und vielleicht ist es auch für andere Dienstleister in der Gegend interessant.

Wo genau ich viele der IP-Telefonie-Lösungen platziere bin ich mir noch nicht sicher. Eine Lösung, die an sich vielleicht interessant gewesen wäre, war gleich als Lösungen ab 50 Arbeitsplätze angekündigt. Auch die viele IP-basierte Telefone sehen zwar interessant aus, aber welche Funktionen Sie anbieten hängt oft vom Provider dahinter ab. Cloud-basierte Telefonanlagen habe ich auch in der Vergangenheit anschaut und ausprobiert, nun habe ich eine neue Lösung gesehen, die vor allem ein interessantes Preis-Modell hat und somit eine gute Skalierbarkeit für Kleinunternehmer anbieten soll. Wenn die Lösung mich überzeugt, werde ich mehr darüber schreiben.

Als letztes habe ich auf dem Weg zurück zum Messe-Bahnhof eine App gesehen, die Chiffry nennt. Chiffry wurde mir als WhatsApp Ersatz erklärt, oder auch „Threema ohne die Schweiz“. Das Hauptmerkmal ist die Tatsache, dass die Server in Deutschland sind und somit dem Bundesdatenschutzgesetz unterliegen. Wie Threema sollen die Nachrichten verschlüsselt übermittelt werden und sogar einen Fälschungsschutz nutzen. Aber eine echte Besonderheit dürfte das eingebaute Voice-over-IP-Client sein, das die verschlüsselte Verbindung auch zum telefonieren nutzt. Von „abhörsicherer telefonieren“ ist auf dem Flyer die Rede. Natürlich haben diese Telefonate einen Nachteil am Handy, nämlich, dass sie das Datenkontingent belasten und daher nur Sinn machen wenn dies entsprechend groß ist oder man mit einem WLAN-Netz verbunden ist. Trotzdem, ein App mit dem Zertifikat „IT Security Made in Germany“ ist durchaus interessent. Jetzt muss es nur noch in anderen Sprachen verfügbar sein, um WhatsApp richtig konkurrenz zu machen.

Es war wieder einen vollen und informativen Messetag und ich freue mich einiges auszuprobieren und selbst dann anbieten zu können. Im Moment, aber, ist das wichtigste Produkt für mich meinen externen Akku, der mein Handy und Hotspot während der Rückfahrt wieder auflädt!

Haben Sie auch Interesse an die hier geschildete Produkte und Lösungen? Dann schicken Sie mir einen E-Mail oder melden Sie sich für den Newsletter an damit ich Sie nach den Tests informieren kann.

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