SugarSync – mehr Kontrolle aber komplizierter

Nachdem ich Dropbox ausprobiert hatte, habe ich einen anderen Dienst namens SugarSync entdeckt.  In vielerlei Hinsicht bietet SugarSync mehr Funktionalität als Dropbox – und im kostenlosen Konto mehr Speicher.  Dafür ist es nicht so einfach jemand zu erklären, der sich zum ersten Mal mit Online-Speicher beschäftigt.

SugarSync LogoIm Gegensatz zu Dropbox wird nicht ein einzelnes Verzeichnis, sondern  SugarSync bietet die Möglichkeit beliebige Ordner von der Festplatte mit dem Dienst zu synchronisieren.

Installiert man den Dienst auf einem anderen Computer, so werden nicht automatisch Ordner dort übertragen.  Sie können individuell entscheiden, welche Ordner mit welchem Endgerät synchronisiert werden.

Trotzdem ist jede Datei von jedem Computer aus über den SugarSync-Dateimanager erreichbar, nur wird sie bei Bedarf vom Server heruntergeladen, wenn sie sich nicht in einem synchronisierten Verzeichnis befindet.

Dadurch können ganz komplizierte Konfigurationen in einem Heimnetz oder kleinem Unternehmen entstehen und man muss aufpassen, dass es nicht zu kompliziert wird, um unnötige Dateileichen zu vermeiden.

Darüber hinaus gibt es  zwei Sonderordner.  Der „Magischer Aktenkoffer“ wird auf allen Geräten synchronisiert.  Somit hat er eine Funktion ähnlich zu Dropbox.  Und dann gibt es das „Webarchiv“, so Dateien ohne Synchronisation über den Dateimanager hochgeladen werden können.

Im Webbrowser kann man ebenfalls auf alle synchronisierte und nicht synchronisierte Dateien zugreifen.

Das kostenlose Konto bei SugarSync bietet 5GB Speicherplatz und auch hier kann man durch das Empfehlen von neuen Benutzern Speicher dazu verdienen.

Ein Konto mit 60GB Speicherplatz kostet derzeit $9,99 im Monat und 100GB monatlich $14,99.  Allerdings bekommt man bei jährlicher Zahlung einen guten Rabatt, so dass das Paket mit 60GB jährlich für ca. 75EUR zu haben ist.  Zum Vergleich: der neue web.de Online Speicher mit 50GB kostet inklusiv Clubbeitrag 71,88EUR pro Jahr.  Im Vergleich zu Dropbox ist das 100GB Paket sogar bei monatliche Zahlung bei SugarSync günstiger.

Damit ist für mich der SugarSync Dienst eine interessante Alternative für kleine Unternehmen die ihre Daten von überall im Zugriff haben wollen und dadurch auf eine Serverinfrastruktur verzichten wollen.  Nur leider kann SugarSync im Moment nicht mit NAS-basierte Laufwerke synchronisieren, so dass bestehende Daten erst auf eine lokale Festplatte übertragen werden müssen, bevor  der Ordner zum Synchronisieren eingerichtet werden kann.

Auch fehlt mir hier die Möglichkeit der LAN-Synchronisation.  Das heißt, im Gegensatz zu Dropbox werden die Dateien die bereits auf einem PC im lokalen Netzwerk befinden, trotzdem ein weiteres Mal heruntergeladen, für einen zweiten PC oder Laptop.  Das macht die Übertragung dann doch etwas langsamer, vor allem bei Anschlüssen mit geringer Bandbreite.

Fazit: Wenn es darum geht, Dateien mit anderen zu teilen, ist Dropbox einfacher zu nutzen als SugarSync.  SugarSync dafür überzeugt für Selbstständige und kleine Unternehmen, die mehr Kontrolle darüber haben wollen, welche Daten wo gespeichert sind.  Wer aber bereits ein NAS verwendet, muss die Synchronisation zwischen den NAS und SugarSync anders lösen, z.B. mit GoodSync.

Als Backuplösung kann man SugarSync auch einsetzen,wobei keine Trennung zwischen Backup und Synchronisation gemacht wird.  Lediglich das Archiv ist abgetrennt, die Dateien dafür müssen jedoch manuell übertragen werden.

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