Amazon liefert mit UPS ohne Unterschrift

Ich bin seit einigen Jahren Amazon Prime Kunde und eigentlich von diesem Dienst begeistert. Ich muss keinen Mindestbestellwert beachten, die Ware kommt in der Regel am nächsten Tag und gegen 5EUR Aufpreis sogar garantiert am nächsten Tag bis 12 Uhr. Das hat sich immer wieder als nützlich erwiesen.

Es war schon manchmal etwas merkwürdig, wenn der DHL-Express Zusteller später kam als der normale DHL Paketdienst, aber dafür kam er. Garantiert.

Nun hat aber Amazon angefangen mit anderen Paketdienstleistern zu arbeiten. Vielleicht haben sie es schon früher gemacht und ich war davon nicht betroffen, aber laut Aussage des Kundendienstes können jetzt Pakete mit DHL, UPS oder Hermes verschickt werden. Als Kunde kann man dies nur schwer beeinflussen. Direkt geht das gar nicht, aber manche Adressen können nur von bestimmten Firmen beliefert werden. Zum Beispiel an Packstationen werden die Pakete nur mit DHL verschickt.

Dagegen habe ich im Prinzip nichts, denn ich bekomme Ware von vielen verschiedenen Frachtdiensten geliefert, und meistens geht das gut. Nur diese Woche kamen zwei Pakete von Amazon mit UPS an und wurden nicht bei uns abgegeben. Eine befand sich halb im Briefkasten und die andere (die wahrscheinlich nicht ansatzweise im Briefkasten passen würde) hat man beim Nachbar abgegeben. In beiden Fällen saßen wir im Büro und haben auf die Zustellung gewartet, und auf dem Zettel, der beim zweiten Paket bei uns ins Briefkasten eingeworfen wurde, stand nichts davon darauf, dass das Paket wo anders jetzt wäre. Der Nachbar hat auch nicht dafür unterschrieben.

Eine Anfrage bei UPS, warum man nicht bei uns geklingelt hat ergab, dass Amazon eine Vereinbarung mit UPS hat, in dem die normale Anforderung zur Unterschrift nicht enthalten ist. So muss der Zusteller nicht klingeln und kann – sofern es passt – das Paket in den Briefkasten werfen. Passt es nicht rein, darf er es sogar vor der Tür abstellen. Da sollten wir froh sein, dass unseres doch beim Nachbar abgegeben wurde.

Der Amazon Kundendienst hat mir am Telefon diese Art der Zustellung bestätigt. Wenn man denkt, dass ich eigentlich als Prime Kunde dafür extra zahle, finde ich das neue System ganz und gar nicht gut. Aber nur deswegen den Status aufzugeben würde auch nicht weiterhelfen, denn – so wurde es mir gesagt – könnte es trotzdem vorkommen. Auch die „normalen“ Kunden erhalten Ihre Pakete, je nach Wert des Inhalts, jetzt auf diesem Weg.

Call & Surf Comfort

Kommentare

  1. Unwichtig meint:

    Wichtig wäre es zu wissen, wer für das einfach vor die Tür gestellte Paket oder für ein Paket das in den Briefkasten geworfen wurde haftet, wenn es abhanden kommt.
    Ich vermute mal Amazon, da das ja eine Paketzustellung und keine Päkchenzustellung ist.
    Es könnte aber auch sein, dass der Briefkasten als in den Einflussbereich des Empfängers gilt (dafür gibt’s eine besser rechtliche Bezeichnung, die fällt mir momentan nicht ein) und dann wäre die Frage, ob der Empfänger dann Pech hat, wenn es jemanden aus dem Briefkasten klaut.
    Solange die Haftung allein bei Amazon liegt, kann es im Prinzip egal sein. Gut, dass es beim Nachbar liegt und man davon nichts weiß, ist unschön, aber das vor die Tür stellen oder Briefkasten ist noch hinnehmbar, aber nur wenn man das vorher weiß, so dass man nachgucken kann.

  2. Ob Amazon oder UPS müsste man klären, aber Amazon ist in sowas sehr kulant und bemüht, sie würden vielleicht das dann selbst mit UPS klären sofern man es den Kundendienst meldet.

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