Kindle Touch

Ein paar Wochen ist es schon her, seit mein neues E-Book-Lesegerät (auch “Reader” genannt) angekommen ist.  Ich hatte lang überlegt, ob ich mir irgendwann einen Kindle von Amazon zulege, und als ich vom neuen Kindle Touch las ist die Entscheidung gefallen.

Der Kindle Touch in seiner VerpackungPünktlich zum Erscheinungstermin ist er mit der Post gekommen, in einem kleinen Pappkarton, der nicht aufgefallen wäre, wenn es nicht für das große Amazon Logo auf der Vorderseite gewesen wäre.

Innen drin befand sich – dennoch gut verpackt – mein Kindle Touch, mit dem dezenten Hinweis auf dem ePaper Bildschirm, dass ich ihn erst aufladen möge.

Sonst war nicht viel dabei.  Nur eine kleine Anleitung und ein USB-Ladekabel.  Die große Anleitung ist als E-Book auf dem Kindle vorinstalliert.  Ein “normales” Ladegerät ist nicht dabei und kostet eben extra.  Das ist aber ein Problem, wenn man den Kindle auf Reisen mitnehmen möchte, ohne einen Laptop mitzunehmen.

Auch fehlt eine Tasche oder Schutzhülle, die aber ebenfalls extra gekauft werden kann.  Hier gibt es eine große Vielfalt an Farben und Modellen und ich bestellte auch eine nach, aber bis sie ankam blieb mein Kindle öfter in seiner Verpackung.

Nun zum ersten Einschalten.  Der Kindle Touch ist multilingual – beim Einschalten kann man zwischen 7 Sprachoptionen wählen, darunter auch Deutsch.

Sprachauswahl auf dem Kindle Touch

Ist die Sprache ausgewählt, geht es gleich weiter mit einer kurzen Einweisung und so lernt man schnell wie der Kindle Touch zu bedienen ist – vor allem wie man die Seiten beim Lesen umblättert.

Nun ist der Kindle Touch nicht so viel wert ohne einige Bücher darauf.  Diese können theoretisch über das USB Kabel auch geladen werden, aber es macht einfach mehr Sinn, wenn er ins WLAN kann.  Den WLAN-Schlüssel gibt man über die Bildschirmtastatur ein und wenn man den Kindle selbst über Amazon gekauft hat, ist er bereits mit dem eigenen Amazon Konto verknüpft.

Startseite auf dem Kindle Touch

Nun kann man ganz normal auf dem PC in Amazon nach Kindle Bücher stöbern und entweder ein Buch kaufen und zum Kindle “senden” oder auch vorab eine Leseprobe auf den Kindle schicken und in das Buch reinschnuppern.

Aber eigentlich müssen die ersten Bücher gar nichts kosten, denn es gibt eine große Auswahl an klassischer Literatur auf Deutsch und Englisch, die kostenlos auf den Kindle heruntergeladen werden kann.

Dazu stehen eine Auswahl an Wörterbücher zur Auswahl, die ebenfalls kostenlos direkt im Kindle aktiviert werden können.  Zählt man deren normalen Werte als Druckedition zusammen, kommt man schon auf den Preis des Kindles!

Aber auch die normalen Bücher sind oft günstiger als die gedruckte Versionen, und nehmen natürlich im Kindle weniger Platz als im Bücherregal.  Und einen weiteren Vorteil haben Sie über herkömmliche Bücher auch noch: man kann die Schriftgröße einstellen.

Wer jetzt aber denkt, man könnte “nur” E-Books von Amazon auf den Kindle laden, irrt sich.  Denn über das USB Kabel lassen sich andere Dateien übertragen.  Insbesondere PDF- und MP3-Dateien sind hier interessant.  So kann man den Kindle für Audiobücher, Podcasts oder Musik verwenden, oder wie ich es gemacht habe: Anleitungen für den täglichen Bedarf dort sammeln, z.B. für den Internet Router.

Es ist sogar möglich gleichzeitig eine MP3-Datei zu hören und durch eine PDF-Datei zu blättern, zum Beispiel beim lernen von Fremdsprachen.

Über die Kindle-Verwaltung im Amazon-Konto kann sogar eine E-Mail-Adresse eingerichtet werden, an die Dokumente verschickt werden können.  Das ist vielleicht unterwegs nützlich, wenn man auf dem Handy eine E-Mail erhält, die PDF-Datei aber lieber auf dem Kindle liest – man leitet die E-Mail einfach weiter.

Zuletzt gibt es… einen Webbrowser!  Zwar als “Beta” bezeichnet, aber immerhin funktionieren viele Seiten problemlos damit.  GoogleMail zum Beispiel und den Google Reader für RSS Feeds kann man damit gut lesen und einige Seiten wie Facebook haben sogar eine Extra-Seite eingerichtet, um der Auflösung gerecht zu werden.

Natürlich ist das alles in Schwarz-Weiß, der Bildschirm ist nicht so schnell wie ein TFT und vor allem das Surfen über WLAN mit vielen Bildänderungen beansprucht den Akku weit mehr, als das normale Bücherlesen.  Aber wenn man sonst keine Ansprüche an einen Tablet stellt, dann ist es durchaus eine günstige Alternative zu teuren Modellen mit Farbdisplay.

Fazit: Der Kindle Touch ist ein tolles Gerät.  Der E-Paper Bildschirm ist einfach und bequem zu lesen.  Berücksichtigt man vor allem die Wörterbücher, bekommt man sehr viel für sein Geld.  Der Webbrowser ist nicht perfekt, aber trotzdem ordentlich.  Schade, dass nicht wenigstens ein Netzteil dabei ist.

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