Vodafone und die OnlineRechnung

Es ist schon ironisch, dass man als IT-Dienstleister lieber Rechnungen auf Papier bekommt.  Doch ist es nicht so, dass ich einfach stur bin oder gegen die moderne Onlinewelt bin.  Ganz im Gegenteil.  Ich habe nur das Problem, dass ohne eine elektronische Signatur die Rechnung eventuell vom Finanzamt nicht anerkannt wird.  Selbst wenn die Signatur vorhanden ist, muss sie geprüft werden und die Prüfung muss dokumentiert sein.

Deswegen vermeide ich in der Regel elektronische Rechnungen.  Keine Gefahr der Nicht-Anerkennung, und weniger Arbeit mit der Prüfung.  Nur für unsere Ablage scanne ich die Papierrechnungen lieber ein als sie zu kopieren, bevor ich sie zum Steuerberater weiterleite.  Dieses Bisschen Arbeit bleibt mir noch.

Zum Beispiel bei Vodafone habe ich seit Jahren eine Papierrechnung.  Dann bekam ich heute folgende E-Mail:

Guten Tag Herr [...],

wir benachrichtigen Sie per E-Mail, wenn Ihre aktuelle OnlineRechnung für Sie zur Verfügung steht. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse, indem Sie auf den beigefügten Link klicken:

Zuerst habe ich gedacht es wäre ein Phishing-Versuch, aber dann habe ich die Links genauer angeschaut und festgestellt, dass sie echt gewesen ist.

Also rief ich bei Vodafone an.  Dort kann mir niemand erklären, warum ich ohne zu Fragen nun doch auf “OnlineRechnung” umgestellt wurde.  Ich habe jedenfalls den Link nicht angeklickt und bin vom Kundenberater zurück auf “Papierrechnung” umgestellt worden.  Dies konnte ich im Kundenbereich online wenigen Minuten später sehen.

Wie so oft, war das wieder ein Telefonat mit einem Kundendienst, das ich eigentlich hätte nicht machen müssen.  Es hat mich Zeit gekostet, und nur weil ein großes Unternehmen an meinem Kundenverhältnis ungefragt etwas ändern wollte.  Was wäre passiert, wenn ich auf die E-Mail einfach nicht reagiert hätte?

Zum Schluss hat der Kundenberater dann gefragt, ob Vodafone mich zwecks Werbung kontaktieren darf.  Was sich wie eine einfache Frage anhört, macht mich doch sehr misstrauisch.  Denn eigentlich bekomme ich bereits als Kunde und als Affiliate Werbung, und außerdem habe ich mich gerade über eine E-Mail beschwert, die meine E-Mail-Adresse zu einem unerwünschten Zweck bestätigt haben wollte.  Ich war eher schockiert daraufhin eine solche Frage zu bekommen.

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