Skype Nummern in Deutschland – eine Warnung

Ich möchte andere geschäftliche Nutzer von Skype Nummern aus Deutschland warnen, was bei Ihnen auch bald passieren könnte.

Ich habe, besser gesagt ich hatte, mehrere Skype Konten für mein Unternehmen und habe diese durch den „Skype Manager“ verwaltet.  Manche davon sind sogar alt genug gewesen, um Abonnements mit Rufnummern als Teil des Pakets zu haben.

Ende März im vergangenen Jahr wurde ich informiert, dass eine dieser Nummern auslaufen würde, obwohl sie gar nicht zum Verlängern fällig war.  Nach einer längeren Diskussion mit einem Chatagent, wurde mir mitgeteilt, dass mein Abonnement keine kostenlose Rufnummer mehr beinhalten würde und ich die Rufnummer nun getrennt kaufen müsste.  Ich bekam die Möglichkeit, die Rufnummer zu einem anderen Anbieter zu portieren, was ich auch versucht habe.  Aber meine Anbieter konnten die Nummer nicht übernehmen, da trotz der eingereichten Dokumentation für die Portierung, Skype auf den Antrag nicht antwortete und die Nummer daher nicht freigegeben wurde.  Die Chatagenten konnten mir hier nicht helfen.  Da die Rufnummer nur wenig Kunden bekannt war, beschloss ich eine neue Rufnummer vom neuen Anbieter zu buchen und habe alle Abonnements des Skype Kontos komplett gekündigt.  Skype hat mein Auftrag hier verloren.  Ich hätte es akzeptiert, wenn es geheißen hätte „ab der nächsten Verlängerung müssen Sie mehr für die Rufnummer bezahlen“, aber ich akzeptiere es nicht wenn Skype mein Geld für ein Abonnement nimmt und dann mitten in der Laufzeit die Bedingungen ändert und mehr Geld für die gleiche Leistung verlangt.

Skype für Symbian - nach Empfang der SMSVor zwei Wochen hatte ich eine unangenehme Situation mit einer anderen Rufnummer.  In diesem Fall allerdings, eine die ich für Projekte verwendete.  Sie war auf diversen Webseiten zu finden und auf Visitenkarten gedruckt.  Ich hatte diese Nummer schon seit 12 Jahren!

Am 5. Januar erhielt ich eine E-Mail, dass meine jährliches Rufnummerabonnement für eine deutsche Skypenummer am 4. Februar automatisch verlängert wird.  Die Verlängerung würde €26,35 kosten und wenn ich sie nicht wollte, müsste ich das Abonnement drei Tage vorher stornieren.

Obwohl das Konto so eingerichtet war, dass es automatisch von meiner Kreditkarte aufladen würde, habe ich es am 3. Februar trotzdem kontrolliert, um festzustellen, ob genug Guthaben aufgeladen war.  Die „nächste Zahlung“ zeigte zu diesem Zeitpunkt weiterhin €26,35.

Am 4. Februar kam aber eine E-Mail mit dem Hinweis mein Abonnement sei storniert worden.  Eine mögliche Ursache sei „Sie haben es vielleicht selbst storniert“.  Kurz danach bekam ich eine weitere E-Mail, die besagte, ich müsste die Nummer reaktiveren, wenn ich sie behalten wollte.  Die Seite dazu zeigte aber nun €40,70 als Preis pro Jahr.

Ich habe am gleichen Tag mit einem Chatagent gesprochen, der mir versicherte die Nummer sei noch aktiv und würde erst am 7. ablaufen.  Ich sollte ein andere Zahlungsmethode auswählen und warten bis Skype die Nummer automatisch reaktivierte.  (Das Gespräch, nur dafür, dauerte eine Stunde).  Das habe ich dann auch gemacht.

Aber sie wurde nicht automatisch reaktiviert. Am 6. Februar habe ich mit einem weiteren Chatagent gesprochen.  Er sagte mir, alles sei in Ordnung.  Die automatische Reaktivierung würde erst dann stattfinden, wenn die Nummer am 7. ausläuft.  (Dieses Gespräch dauerte eine weitere Stunde).

Am 7. Februar zeigte mein Konto nun „Ihre Nummer ist abgelaufen“ und ich habe mich damit abgefunden, den neuen Preis bezahlen zu müssen.  Ich habe die Reaktivierung gestartet, aber am letzten Bildschirm erschien die Nachricht „Dieses Angebot steht nicht mehr zur Verfügung“.

Also sprach ich nun mit einer weiteren Chatagentin, die sich das Problem anschaute und nach 30 Minuten und einer Unterhaltung mit ihrem Vorgesetzten wurde mir mitgeteilt, dass Skype keine Nummern mehr in Deutschland anbietet und es jetzt nicht mehr möglich wäre sie zu reaktiveren, obwohl ich die Möglichkeit in „Mein Konto“ oder in den E-Mails sehen könne.  Sobald die Nummern zur Verlängerung anstehen, werden sie storniert.

Ich halte dieses Verhalten von Skype für unmöglich ihrer loyalen Kunden gegenüber.  Wenn Sie den Dienst nicht mehr anbieten wollen oder können, dann sollten sie (1) das im Voraus ankündigen, (2) nicht versuchen den Kunden selbst die Schuld zu geben mit „Sie haben es vielleicht selbst storniert“, (3) die automatisierten E-Mails ändern, damit man nicht versucht die Rufnummer zu reaktivieren und (4) Ihre Chatagent*innen trainieren, damit sobald jemand mit einer Frage zur deutschen Skype Nummer anruft, die Alarmglocken klingeln.  Es sollte keine 2½ Stunden Chatzeit, 3 Agent*innen und einen Vorgesetzten benötigen, um diese einfache Frage zu beantworten.

Ich habe die Nacht damit verbracht, Webseiten, E-Mail-Signaturen, automatisierte E-Mails und diverse Soziale Medien Konten zu ändern.  Ich bete, dass ich diese Rufnummer nicht bei einer Zwei-Faktor-Authentifizierung verwendet habe (obwohl meine Projektnotizen nicht darauf hin deuten).  Ich muss jetzt neue Visitenkarten drucken und jeder der in den letzten 12 Jahren eine dieser Karten, Flyer oder E-Mails erhalten hat, hat nun die falsche Rufnummer.

Und das alles nur weil Skype nicht den Anstand hat, ihre Kunden im Voraus zu informieren, dass sie deutsche Rufnummern auslaufen lassen.  Stattdessen gaukeln sie vor, alles wäre in Ordnung und schicken sogar ein Monat im Voraus eine E-Mail, um mitzuteilen, dass die Rufnummer verlängert wird!

Da sie wohl mein Geld nicht nehmen wollen, ist Skype auch diesen Auftrag los und ich werde alle weiteren geschäftlichen Nutzungen von Skype jetzt begutachten, bevor das nächste Abonnement zur Verlängerung ansteht.

Über Graham Tappenden

Graham Tappenden arbeitet seit September 2005 als selbständiger EDV-Berater. Davor war er 10 Jahre in den unterschiedlichsten Bereichen der EDV-Branche tätig und hat ein abgeschlossenes Informatik-Studium. Er schreibt im Internet für verschiedene Blogs und auch regelmäßig für die Oberurseler Woche. Außerdem moderiert er eine Reihe von Internetforen und Facebook Gruppen.

Kommentare

  1. Danke für die Info !

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