Nachdem der Bundestag das Gesetz zur Regelung von De-Mail-Diensten abgesegnet hat, kann der neue und sichere E-Mail-Dienst bald starten.
Zwar gibt es noch das kleine Problem der Identitätsprüfung der Teilnehmer, aber mit der Gerichtsentscheidung der letzten Woche könnte auch das bald gelöst sein.
Dann heißt es: Adressen aktivieren und loslegen, oder?
Vielleicht, denn bisher wissen wir natürlich nicht wie das genaue Antragsverfahren aussehen wird oder überhaupt wie später mit der De-Mail gearbeitet wird. Hoffentlich wird wenigstens die Aktivierung der Adresse nicht ganz so kompliziert als beim E-Postbrief sein. Aber auch später wäre es definitiv von Vorteil wenn das System gleich richtig läuft und nur an den Kinderkrankheiten des E-Postbrief leidet.
Denn um Erfolg zu haben, sollte der De-Brief einige einfache Sachen erfüllen:
- es muss funktionieren
- die Leute müssen es verstehen
Es bringt also nichts, wenn man um E-Mail an das Rathaus zu schicken einen Termin bei der EDV-Beratung machen muss. Aber – um meine eigenen Probleme beim E-Postbrief als Beispiel zu nehmen – es wäre auch gut wenn man nicht im Nachhinein erfährt dass der Dienst (a) nur für Privatpersonen gedacht ist und keine Geschäftsleute, und (b) signierte PDF-Anhänge zulässt – zum Beispiel Rechnungen.
Aber noch ein anderer Faktor ist sicherlich nicht außer acht zu lassen: die Kosten. Denn mit voraussichtlich 15 Cent pro Nachricht ist De-Mail zwar günstiger als der E-Postbrief, dennoch ist das 15 Cent mehr als die meisten Leute für eine E-Mail bezahlen (wenn man die Kosten der Internetverbindung nicht berücksichtigt).
Wie kann man sie jetzt überzeugen, doch für eine sichere Art von E-Mail zu bezahlen?
Wenn dadurch Behördengänge einfacher werden, wäre das tatsächlich ein Grund.
Wird das System jedoch missbraucht, zum Beispiel um (zugegebenermaßen teuren) Spam zu verschicken, dann wird es vermutlich sehr schnell wieder an Attraktivität verlieren.



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