computius.net – Folge 32

Der Audio Podcast von Computius. In dieser Folge haben wir folgende Themen:

  1. Platzhalter E-Mail-Adressen
  2. Twitter und Vodafone
  3. Manchmal sind die Bugs etwas älter
  4. Patch Day
  5. Skype auf dem Handy
  6. Google Buzz

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Vorsicht mit dem Platzhalter

Haben Sie manchmal auch keine Lust Ihre E-Mail-Adresse an Firmen preis zugeben?

Eine falsche E-Mail-Adresse in ein Webformular einzutragen kann durchaus Konsequenzen haben, denn möglicherweise existiert die Adresse tatsächlich und das System verschickt persönliche Daten von Ihnen dorthin.

Etwas ähnliches ist dem DSL-Provider im letzten Jahr passiert.  Dem Bericht bei NDR zufolge, wurden Kunden ohne E-Mail-Adresse mit dem Platzhalter „alice@alice.de“ eingetragen, dabei hatte eine Kundin die Adresse für sich angemeldet und bekam daraufhin E-Mails für mehrere andere Kunden zugestellt.

Der Fall zeigt, wie vorsichtig man mit solchen Platzhalter-Adressen sein muss, aber es ergibt sich auch eine weitere Frage: warum war diese Adresse überhaupt verfügbar und konnte registriert werden?

Als Privatperson sollte man lieber eine zweite E-Mail-Adresse anmelden und diese auf Formulare nutzen, wenn man die Hauptadresse nicht angeben möchte.  Notfalls kann man dann die E-Mails doch abrufen.

Firmen sollten darauf achten, dass solche „besondere“ E-Mail-Adressen reserviert sind und nicht einfach angemeldet werden können.  In Kundendatenbanken sollte man entweder die Möglichkeit haben eine Adresse ohne E-Mail-Angabe einzugeben, oder wenigstens eine Richtlinie haben wie Platzhalter anzuwenden sind.  Hier hilft oft eine einfache Sperre, die gleiche E-Mail-Adresse bei mehreren Kontakten nutzen zu können.

Sind Sie noch bei AOL?

Wer hätte gedacht, dass AOL sich so verabschieden würde?  Einst waren Sie eine große Macht im deutschen Internetgeschäft (kennen Sie auch die Probe-CDs die es früher gab, als die meisten Surfer mit einem Analogmodem ins Internet gingen?)

Nun haben Sie angekündigt, sich aus Deutschland zurückzuziehen.  Zwar lief der DSL-Zugang schon seit einiger Zeit über die Firma HanseNet, bekannt durch Ihre Marke „Alice“, aber de facto waren noch viele Kunden mit AOL – sogar mit der AOL Software ins Internet gegangen.  Viele haben noch E-Mail-Adressen, die mit @aol.com oder @aol.de enden.

Dies soll auch so bleiben – sie sollen weiterhin über diese Adressen erreichbar sein und auch der Zugang zum Internet soll erhalten bleiben.  Das Internetportal soll, dem Bericht bei der Tagesschau zur Folge, dennoch verkleinert werden und es wird keine Werbemaßnahmen mehr geben.

Dennoch wissen wir aus Erfahrung mit unseren Kunden, wie schnell man als AOL-Kunde vom Netz getrennt werden kann.  Da sollte man sich vielleicht doch wenigstens Gedanken über eine Alternative gemacht haben…

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