Jetzt dürfen wir „Netbook“ schreiben!

von Graham Tappenden

Seit Monaten verfolge ich den Streit um die Marke „Netbook“. Es interessierte mich aus verschiedenen Gründen. Denn, nicht nur habe ich früher als Psion Mitarbeiter Support für das Produkt „netBook“ geleistet, aber ich habe bereits über mein neues Acer Aspire One 110L im Blog geschrieben und im Videopodcast besprochen. Dabei habe ich den Begriff  „Netbook“ bewusst vermieden, aber doch gewünscht wenigstens einen richtigen Namen für diese Art von Gerät zu haben.

Nun ist der Streit beigelegt worden. Psion berichtet auf seiner Homepage für Aktionäre, dass die Firma eine Vereinbarung mit Intel erreicht hat, und sowohl auf die Marke „Netbook“ als auch auf alle Forderungen gegen Dritte wegen der Nutzung der Marke verzichtet.

Wir können also endlich über Netbooks bloggen!

OLPC – One Laptop per Child

von Michaela Tappenden

Im Projekt „One Laptop per Child“, kurz OLPC, handelt es sich um die Entwicklung eines günstigen und robusten Laptop für Kinder in ärmeren Ländern, aber auch für Industrienationen. Diese Entwicklung fand, wie ich finde, in sehr kurzer Zeit statt. Dieser sogenannte XO-1 ist sehr ausgeklügelt und so ausgestattet, dass er sehr wenig Strom verbraucht, den Witterungen in Ländern wie Afrika stand hält und für Kinder zu bedienen ist. Es wurde auch eine eigene Benutzeroberfläche namens „Sugar“ dafür entwickelt, das unter Linux läuft. „Sugar“ kann auf die Fähigkeiten des Kindes abgestimmt werden bis ins Erwachsenenalter hinein. Das heißt, dass wenn ein Kind noch nicht lesen und schreiben kann, „arbeitet“ das Kind mit Bildern und Symbolen.

In der amerikanischen MIT (Massachusetts Institute of Technology) entstand die Idee diesen 100-Dollar-Laptop zu entwickeln. In wenigen Jahren wurden verschiedene Prototypen gebaut und Schulklassen aus Kambodscha, Nigeria, Thailand und der Mongolei testeten in verschiedenen Phasen die verschiedenen Prototypen. Dies fand zwischen 2001 und 2007 statt. Ende 2007 ging der „fertige“ Laptop dann in Massenproduktion.

Ausführliche Details über den Laptop finden Sie bei Wikipedia.

Ich finde das ist eine gute Sache und ist zukunftsweisend, denn die computertechnische Ausbildung soll nicht vor den Entwicklungsländern Halt machen, denn sonst wird das 3.Welt Denken nicht weniger. Und die Armut steigt weiter an. Kritiker dagegen meinen, man solle erst einmal dafür sorgen, dass die Menschen genügend zu Essen und Kleidung haben. Aber ich denke mit den Laptops ist das eine Chance für die Kinder sich Wissen anzueignen, schreiben, lesen, rechnen zu lernen um später einen Beruf erlernen und ausüben zu können. Und nicht auf der Strasse irgendwie Geld verdienen zu müssen. Es ist eine Hilfe zur Selbsthilfe.

Aktuell ist im Moment, dass Indien trotz erster Skepsis 250.000 Laptops bestellt hat und dass das Kinderbetriebssystem „Sugar“ als Beta-Version heruntergeladen werden und auf einem USB-Stick gespeichert werden kann. „Sugar“ startet vom Stick aus und die Daten die erzeugt werden, werden auf dem Stick gespeichert sodass die Festplatte nicht verändert wird. Einzige Voraussetzung an den Stick ist, dass er mindestens 1GB groß ist und mit FAT16 oder FAT32 formatiert ist.

Wenn Sie das Projekt unterstützen möchten können Sie sich auf der Homepage des OLPC – Deutschland e.V. informieren.

Es wäre auch eine Überlegung wert in Zeiten des Ozonlochs und Klimawandels, mehr auf solche umweltfreundliche Technik in Industrieländern zu setzen. Ein bisschen kurbeln hat noch niemandem geschadet.

Acer Aspire One – A110L im Test (Teil 3)

Hier ist der dritte Teil meines Berichts über den Acer Aspire One A110L. Im zweiten Teil habe ich mich mit der vorinstallierten Software beschäftigt. Nun wollte ich ihn um einige zusätzliche Softwareprogramme bereichern. Dabei war die Acer Support Seite, aber auch das sogenannte AAO-Wiki hilfreich.

Als erstes wollte ich Skype installieren. Das Paket dazu gab es auf der Acer Support Seite. Ich habe es einfach heruntergeladen, geöffnet, ausgepackt und die sogenannte .sh-Datei ausgeführt. Nach der kurzen Installationszeit und einem Neustart war im Bereich „Verbinden“ das Skype-Logo zu sehen. Ich konnte mich ganz normal mit meinem Skype-Konto anmelden.

Skype auf dem Acer Aspire One A110L

Skype auf dem Acer Aspire One A110L

Ich finde es gut, wenn eine Installation so reibungslos funktioniert. Besonders gut finde ich die Videotelefonie mit Skype im Vollbildschirmmodus. Schlecht finde ich, dass ich über diese Skype-Variante keine SMS-Nachrichten verschicken kann.

Als nächstes habe ich meinen UMTS-Stick installieren wollen. Auch hierzu bietet Acer ein Installationspaket an, und auch hier ging die Installation problemlos. Im Anschluss hatte ich das Symbol für die „Mobile Partner“ Software. Hier musste ich den „APN“ eintragen, und schon kam ich ins Netz.

UMTS Stick und Konfiguration

UMTS Stick und Konfiguration

Das ist wirklich eine starke Funktion – mit dem UMTS-Stick überall ins Internet zu kommen. Natürlich sollte man auf den passenden Tarif aufpassen, damit es nicht übermäßig teuer wird.

Zu guter Letzt wollte ich auch meine Dokumente ausdrucken können. Eine ganze Reihe von Druckertreibern sind vorinstalliert, und das Drucken auf meinem Brother Netzwerklaser hat sofort über das IPP-Protokoll funktioniert. Auf meinem HP Tintenstrahler kam ich nicht direkt über den Printserver drauf, sondern musste mit dem Samba-Protokoll eine Verbindung zum Computer herstellen.

Druckerauswahl

Druckerauswahl

USB Drucker funktionierten oft nicht sofort, sondern benötigten Extra-Treiber. Bei Brother auf der Homepage gibt es für viele Modelle sogar Linux-Treiber als RPM-Pakete, allerdings ist es etwas umständlich diese zu installieren da man pro Drucker 2 Pakete in der richtigen Reihenfolge installieren muss. Auch danach ist es mir noch nicht gelungen, eine geschützte PDF-Datei auf einem USB-Drucker auszudrucken.

Es gibt auch natürlich die Möglichkeit auf der Terminal-Ebene zu arbeiten, und so konnte ich zum Beispiel ein FTP-Programm aufrufen, erweiterte Einstellungen setzen, den Bluetooth Treiber für die Handyverbindung installieren, und auch eine Software namens „Zattoo“ installieren, mit der man über das Internet fernsehen kann. Die Anleitung zu vielen von diesen Programmen findet man über das AAO-Wiki.

Sie werden in den letzten Wochen sicherlich gemerkt haben, dass ich vom A110L wirklich begeistert bin. Ich habe zwar immer noch eine kleine Liste von Funktionen die ich vermisse, aber meistens nehme ich meinen alten großen Laptop nicht mehr mit zu meinen Terminen. Die Funktion des A110Ls sind mehr als ausreichend.

Weiterführende Links
Computius.TV – Folge 03
Amazon.de
SmartShopping
Acer Aspire One Wiki
Acer.de
Acer Support

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