War das wirklich die Telekom am Telefon?

von Graham Tappenden

Heute bekam ich einen merkwürdigen Anruf.  Ein Herr Sebastian H. meldete sich als vom „Service Deutsche Telekom“, und wollte mir unbedingt etwas vorlesen.

Er meinte, dass T-Mobile und T-Home zusammenschließen würden.  Dadurch gäbe es wichtige Änderungen die den Datenschutz betreffen würden, und diese müsste er mir – so würde es der Gesetzgeber vorschreiben – vorlesen am Telefon.

Dazu müsste ich aber zustimmen, dass das Gespräch aufgenommen wird – hat er mir schnell gesagt.

Jetzt dürfen Sie mich misstrauisch nennen, aber ich habe eingewilligt – vorausgesetzt ich dürfte das Gespräch ebenfalls mitschneiden.

Und so ging es weiter:

„Um die passenden Angebote für Sie zusammenzustellen ist es notwendig, dass wir Ihre Vertragsdaten aus den Verträgen der Deutschen Telekom AG und der T-Mobile GmbH zwischen diesen Unternehmen austauschen. Sie dürfen von diesen einzeln oder gemeinsam zur Kundenberatung, Werbung und Marktforschung verwendet werden.  Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.  Selbstverständlich können Sie Ihr Einverständnis jederzeit gegenüber dem genannten Unternehmen widerrufen.  Wir würden Sie zukünftig gerne über den Postweg hinaus per Telefon, E-Mail und SMS/MMS kontaktieren.  Sind Sie damit einverstanden?“

Das bin ich nicht – zur Kundenberatung finde ich die Kontaktaufnahme in Ordnung, aber nicht zu Werbezwecken, zumindest nicht per E-Mail oder SMS/MMS.  Und per Telefon eigentlich auch nicht.

Ich habe zwar dann gesagt, dass ich dies nicht wünsche – ich möchte die Zustimmungen wie bisher halten, dass wenn es um meinen Vertrag geht Kontakt über Post oder Telefon aufgenommen wird.  Daraufhin hat Sebastian H. geantwortet:

„Dann habe ich Ihre Einverständnis notiert, […] in den nächsten Tagen erhalten Sie die Hinweise zum Datenschutz mit der Bestätigung Ihrer freiwilligen Angaben.“

Ich bin nun sehr gespannt was ich „in den nächsten Tagen“ erhalte.  Denn erstens heißt die Firma nicht „T-Mobile GmbH“ sondern „T-Mobile Deutschland GmbH“ (wenn so förmlich dann aber bitte richtig!), zweitens habe ich durch einen eigenen Anruf bei der Telekom erfahren, dass sie beim Kundendienst von diesem angeblichen Zusammenschluss nichts wissen, und drittens, wie in der Kaffee-Werbung:

Ich habe gar kein T-Mobile Vertrag!

Warum empfehle ich… T-Home?

„Welchen DSL-Anbieter sollte man wählen?“ – das ist eine sehr häufige Frage, die bestimmt jeder EDV Berater mehrmals im Monat zu hören bekommt.

Auf meiner Empfehlungsseite habe ich mich für das Angebot von T-Home entschieden, aber warum?  Hier sind meine Gründe:

  1. Servicepreise
    Das günstigste Angebot bringt nichts, wenn im Ernstfall, z.B. eine Störung, der Support teuer ist.  Viele Anbieter haben 0180er Rufnummern um Störungen zu melden, mache sogar 0900er.  Diese Nummern vom Handy aus anzurufen kann sehr kostspielig sein, aber bei T-Home ist die Störungsnummer eine 0800er Nummer, also kostenlos.
  2. Reaktionszeit
    Manchmal muss man auch bei T-Home in der Warteschleife Musik hören, aber in der Regel werden die Störungen sofort behandelt – oft auch gleich gelöst.  Vielleicht hat das mit dem sogenannten „Service Level“ zu tun, denn nach den AGBs der DSL-Pakete sollte eine Störung innerhalb 24 Stunden behoben worden sein.  T-Home bietet sogar eine Entstörzeit von 8 Stunden an, gegen Aufpreis versteht sich.Dagegen gibt es Provider die Abends oder am Wochenende schwer erreichbar sind, oder die einfach die Störung aufnehmen und einen Rückruf innerhalb 72 Stunden versprechen.  Für einen Freiberufler ist sowas inakzeptabel.
  3. Servicequalität
    Natürlich hat die Deutsche Telekom einen gewissen Vorteil, dadurch dass Sie auf der sogenannten „letzten Meile“ den direkten Zugriff hat.  Aber eben dieser Vorteil kann im Störungsfall wichtig sein, denn die Techniker können dem Problem sofort nachgehen.  Andere Provider müssen „das Problem an die Telekom weitergeben“.
  4. Eine echte Telefonleitung
    Viele „billig“-Angebote sind deswegen so günstig, weil sie auf Internettelefonie setzen – und zwar zu 100%.  Die Telefone werden an den Router angeschlossen.  Fällt das DSL-Signal aus, funktionieren die Telefone nicht.  Noch halte ich es für sinnvoll eine „normale“ Telefonleitung zu haben zum telefonieren, wie es bei T-Home den Fall ist.
  5. Preis/Leistung
    Der Preisunterschied zwischen T-Home und den anderen Anbieter ist inzwischen gar nicht mehr so viel.  Ich finde, dass die erbrachte Leistung den höheren Preis rechtfertigt.  Und beim ersten Problem kann sich das durch die kostenlose Hotline bezahlt machen.

Call & Surf Comfort

Fazit: ich will ja nicht sagen, dass die anderen Provider schlecht sind.  Im Gegenteil, manche haben bestimmte Vorteile, z.B. Verträge mit Laufzeiten unter 2 Jahre, aber T-Home ist und bleibt im Moment mein Favorit.

Wie bekommt man bei 1&1 eine Rechnung mit Digitalsignatur?

Als Selbständiger hat man es nicht immer leicht. Dauernd gibt es neue Vorschriften, die man beachten muss. Eine davon ist die Digitalsignatur auf elektronische Rechnungen.

Ganz einfach gesagt: wenn ich eine Rechnung als PDF-Datei bekomme, muss diese signiert sein damit ich sie für den Vorsteuerabzug der Umsatzsteuer geltend machen kann (quasi die Mehrwertsteuer vom Finanzamt wieder bekommen).

Aber was macht man, wenn ein Lieferant eine solche Signatur nicht erstellen kann? Dann fordert man eine Rechnung auf Papier an – ohne Zusatzkosten, versteht sich.

Bei 1&1 bin ich allerdings auf ein neues Problem gestoßen – sie können signierte Rechnungen erstellen, machen es für mich aber nicht. Sie haben mich nämlich als Privatkunde eingestuft.

Nach Erhalt meiner letzten Rechnung schrieb ich an 1&1 mit der Bitte, mir doch eine signierte PDF-Datei zukommen zu lassen. Die Antwort:

Sehr geehrter Herr Tappenden,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Hierzu möchten wir Sie auf folgende Dinge hinweisen.
Privatkunden:
- Sind NICHT vorsteuerabzugsberechtigt.
- Erhalten unsere Rechnungen standardmässig per Mail
  OHNE elektronischer Signatur.
Firmenkunden (Gewerbe angemeldet) und als solche bei uns
im System angelegt:
- Sind vorsteuerabzugsberechtigt.
- Erhalten standardmässig ebenfalls die Rechnung per Mail
  aber MIT elektronischer Signatur.
Generell: Die Online-Rechnungen (immer ohne Signatur) werden i.d.R.
nicht vom Finanzamt anerkannt. Dafür ist die Mailrechnung mit passender
elektronischer Signatur und Verifikationsbericht notwendig!

Das hörte sich alles plausibel an, war aber für mich nichts neues. Also bat ich 1&1 mich mir in Zukunft eine signierte Rechnung zu schicken. Schließlich habe ich auch ein Gewerbe angemeldet.

Die Antwort:

Nach Überprüfung des Sachverhaltes teilen wir Ihnen mit, dass wir
Rechnungen mit digitaler Signatur nur an Firmenkunden versenden dürfen.
Da Sie als Privatperson einen Vertrag mit uns haben, ist es uns
nicht möglich.

Also schrieb ich erneut an 1&1 mit der Bitte mein Konto Umstellung auf ein Firmenkonto und bot mein Gewerbeschein an als Nachweis für diese Berechtigung.

Wieder erhielt ich eine kurze Antwort:

gerne haben wir Ihnen die Information zugeschickt, wie man den Vertrag
von Privat auf eine Firma umschreiben kann.

aber dazu eine lange Antwort mit dem Link zu einem Formular. Ich soll neben meinem Gewerbeschein und eine Kopie meines Ausweises tatsächlich eine Vertragsumschreibung vornehmen, und zwar von mir als Privatperson auf mich als Einzelunternehmer. Konkret heißt das: alle Felder (Name, Anschrift, E-Mail & Kontoverbindung) bleiben wie vorher, ich unterschreibe sowohl als alter als auch neuer Vertragspartner.

Das kam mir als sehr viel Aufwand vor, nur um eine Signatur zu bekommen, also schrieb ich erneut mit der Bitte mich etwas einfacher umzustellen, denn alle Daten würden gleich bleiben. Es macht für mich also keinen Sinn alles zweimal einzutragen.

Die Antwort von 1&1:

Sehr geehrter Herr Tappenden,
wie Ihnen bereits mitgeteilt wurde, versenden wir Rechnungen
mit digitaler Signatur nur an Firmenkunden.
Sofern Sie Ihre Rechnungen inklusive digitaler Signatur
zugestellt haben möchten, ist es notwendig Ihren Vertrag
auf einen Firmenaccount umzuschreiben.

Ich könnte natürlich auch anrufen und versuchen das Problem telefonisch zu klären, allerdings möchte ich nicht die 0900er Rufnummer auf der Rechnung anrufen.

Also habe ich mich heute hingesetzt und das Formular – so sinnlos wie ich das finde – ausgefüllt und mit allen Unterlagen an 1&1 per Fax verschickt. Nun bin ich auf die Reaktion gespannt.

Und all das wegen 1,95EUR im Jahr!

Update 30.10.2008:

1&1 hat nach meinem Fax die Änderung meiner Daten in einer E-Mail bestätigt.

Heute (30.10.2008) kam dann die nächste Rechnung: wieder ohen Digitalsignatur. Ich habe sofort eine E-Mail an die 1&1 Kundenbetreuung geschickt und bin gespannt auf die Antwort.

Update 06.11.2008:

Es ist ein Wunder geschehen! Heute habe ich von 1&1 die Rechnung für dieses Jahr – und für letztes Jahr – erneut zugeschickt bekommen: und zwar digital signiert!

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