24 Stunden Entstörzeit (außer am Wochenende)

Kurz vorab: ich bin immer noch der Meinung, dass die Deutsche Telekom der beste Provider für unsere Kunden ist.  Ich würde trotz der hier geschilderten Ereignisse nicht zum anderen Provider wechseln wollen.

Ein Hauptverkaufsargument für die Call & Surf Pakete der Deutschen Telekom ist die 24-Stunden Entstörzeit für Privatkunden.

Auf der Informationsseite zum Tarif steht (Stand: 9. Oktober 2010):

Wir sind rund um die Uhr für Sie da: Falls es bei Ihrem Anschluss einmal eine Störung geben sollte, garantieren wir Ihnen, dass der Fehler innerhalb von 24 Stunden behoben ist. Sie brauchen uns den Störfall einfach nur unter www.telekom.de/service oder telefonisch unter 0800 33 01000 zu melden.

Das hörte sich für mich immer gut an.  Immerhin muss die Telekom niemanden anders bitten vor Ort zu gehen und nach dem Problem zu schauen.

Nur habe ich kürzlich eine Erfahrung machen müssen, dass diese 24 Stunden etwas eingeschränkt sind.

Ein Blick in die Allgemeine Geschäftsbindungen für den Tarif war sehr aufschlussreich.  Dort heißt es unter Punkt 3.1.1:

Die Telekom nimmt täglich von 0.00 bis 24.00 Uhr Störungs-meldungen unter den Service-Telefonnummern entgegen.

Soweit so gut, aber unter Punkt 3.1.6 wird es da konkreter:

Bei Störungsmeldungen, die werktags (montags 0.00 bis freitags 20.00 Uhr) eingehen, beseitigt die Telekom die Störung innerhalb von 24 Stunden (Entstörungsfrist) nach Erhalt der Störungsmeldung des Kunden.

Zu Deutsch: Nur, wenn Sie bis Freitag um 20 Uhr die Störung gemeldet haben, wird sie innerhalb 24 Stunden behoben.

Bei Störungsmeldungen, die freitags nach 20.00 Uhr, samstags, sonntags oder an gesetzlichen Feiertagen eingehen, beginnt die Entstörungsfrist am folgenden Werktag um 0.00 Uhr.

Und hier ist genau mein Fall – ich habe an einem Samstag Vormittag eine Störung melden wollen.  Nun beginnt die Entstörungsfrist erst am Montag um 0.00 Uhr, also ca. 38 Stunden nach Meldung.

Aber dann würde man erwarten, dass das Problem im Laufe des Montags behoben wird, oder?

Falsch gedacht!  Die Telekom konnte vor Dienstag keinen Termin anbieten.  Auch mein Hinweis auf die 24-Stunden Entstörzeit half nicht weiter – wenn keine Techniker am Montag verfügbar sind, können ja keine kommen.

Da bleibt nur der Weg zum Brief um eine Erstattung der Grundgebühr zu verlangen, und die Hoffnung, dass die Störung am Dienstag doch behoben wird.

Alice adé

Vor etwa einem Jahr verschwand die Marke Arcor vom DSL-Markt, und nun ist eine andere Marke an der Reihe: Alice.

Alice ist den meisten Leuten vor allem durch Ihre Werbeträgerin bekannt – eine durchaus gelungene Idee.  Unter Fachleuten wurde das DSL-Angebot insbesondere dafür bekannt, dass man nicht zwangsweise einen 2 Jahresvertrag abschließen musste.  Besonders bei denjenigen, die sich an einem Standort nicht lang binden wollten, haben wir diesen Anbieter empfohlen.

Doch gehörte Alice zur Firma „Hansenet“, die Ende 2009 an O2 verkauft wurde.

Nun sollen – wie bei tagesschau.de berichtet – die Produkte von Alice auf die Marke O2 langsam umgestellt werden.

Aber nach einem Jahr reden viele Kunden immer noch von „Arcor“, obwohl die Leitung längst von „Vodafone“ kommt.  Ob das bei Alice und O2 genau so gehen wird?

Falsche Zugangsdaten können teuer werden

Zugangsdaten gehören bekannterweise im Tresor, denn wenn sie gebraucht werden und sie nicht da sind kann die Wiederbeschaffung teuer werden.

Aber noch teurer kann es werden, wenn die falschen Zugangsdaten abgelegt worden sind.

Zeit ist Geld - ©iStockphoto.com/Mny-JheeManchmal bekommt man mit einem neuen Vertrag auch neue Zugangsdaten, zum Beispiel beim Umzug.  Dann werden die alten Zugangsdaten ungültig, oder?

Leider nicht, wie dieser Fall bei ct’tv zeigt.

Denn oft funktionieren die alten Zugangsdaten weiterhin, gehören aber nicht mehr zum Flatrate-Vertrag.  Stattdessen surft der Kunde zum Minutenpreis.

Nun kann es sein, dass man die neuen Zugangsdaten beim Erhalt in den Router einträgt, aber dann gehören auch diese neue Zugangsdaten ebenfalls in den Tresor bzw. in eine Dokumentation.

Sonst kann es vorkommen, dass man Jahre später beim Austauschen des Routers doch die falschen Zugangsdaten einträgt.  Und das kann teuer werden.

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